Pflegehilfsmittel & Wohnen

Hausnotruf 2026: Kosten, Zuschuss der Pflegekasse und Voraussetzungen

Sicherheit auf Knopfdruck – und wie die Pflegekasse das Basissystem bezahlt.

Redaktion PflegeNah·Stand: Juni 2026·2 Min. Lesezeit

Ein Sturz in der Wohnung, niemand in der Nähe – für allein lebende ältere Menschen ist das eine reale Sorge. Ein Hausnotruf schafft Sicherheit: Per Knopfdruck am Armband oder an der Halskette wird rund um die Uhr eine Notrufzentrale erreicht, die Hilfe organisiert.

Der Hausnotruf ist als technisches Pflegehilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis gelistet. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten des Basissystems.

Wie funktioniert der Hausnotruf?

  • Eine Basisstation wird an Telefon- oder Internetanschluss angeschlossen.
  • Der Funksender wird als Armband oder Halskette getragen.
  • Im Notfall genügt ein Knopfdruck – die Zentrale meldet sich über die Freisprechanlage und alarmiert Angehörige, Nachbarn oder den Rettungsdienst.

Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse?

Liegen die Voraussetzungen vor, beteiligt sich die Pflegekasse an den einmaligen Anschlusskosten sowie an der monatlichen Grundgebühr für das Basissystem. Die genauen Beträge richten sich nach dem Hilfsmittelverzeichnis und Ihrer Pflegekasse – fragen Sie dort den aktuellen Stand ab.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

  • Es liegt ein Pflegegrad vor.
  • Die Person lebt allein oder ist über große Teile des Tages allein.
  • Aufgrund des Gesundheitszustands kann eine Notlage eintreten, in der nicht selbst Hilfe gerufen werden kann.

So beantragen Sie den Hausnotruf

  1. Anbieter wählen: Viele Wohlfahrtsverbände und Dienste bieten Hausnotruf an.
  2. Antrag bei der Pflegekasse stellen: Häufig übernimmt der Anbieter die Formalitäten.
  3. Installation: Die Basisstation wird angeschlossen und der Sender eingerichtet.
  4. Funktionstest: Probealarm auslösen, damit im Ernstfall alles sitzt.

Mehr Sicherheit durch ambulante Pflege

Ein Hausnotruf ergänzt die Versorgung, ersetzt aber keine persönliche Betreuung. Wenn regelmäßige Unterstützung sinnvoll ist, finden wir mit Ihnen einen ambulanten Pflegedienst in der Nähe.

Häufige Fragen

Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden Anschluss und monatliche Grundgebühr des Basissystems bezuschusst. Zusatzfunktionen sind in der Regel privat zu tragen. Den genauen Betrag nennt Ihnen Ihre Pflegekasse.

Für die Kostenbeteiligung der Pflegekasse ja. Privat kann ein Hausnotruf auch ohne Pflegegrad genutzt werden.

Ja. Viele Systeme arbeiten heute über das Mobilfunknetz und benötigen keinen Festnetzanschluss mehr.

Ja, als mobiler Notruf mit GPS. Diese erweiterten Geräte sind meist eine kostenpflichtige Zusatzleistung.

Quellen